Lets get dirty! Part 1

Das war mal einen Tagestrip wert. Total übermüdet nach Hause gekommen und schön bis 18 Uhr ausgeschlafen, davor Sachen erlebt und mich total lebendig gefühlt, als hätte man mir meinen Stock im Arsch, der im Moment mein langweiliges und partyloses Leben darstellt, rausgezogen... Nun gut, alles nacheinander. Mein geliebter Cousin hat mich darum gebeten, mit ihm das Wochenende etwas zu unternehmen, damit er aus seinem Vogelkäfig herauskommt und fliegen kann. Er muss nämlich 6 Tage die Woche 10 Stunden arbeiten und hat nicht die Möglichkeit an seinem freien Tag etwas zu unternehmen. So machte ich mich an die Arbeit, ihm ein tolles Wochenende zu bereiten. Nach langem überlegen, welche deutsche Stadt an einem Sonntag auch für mich interessant sein kann, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich mich dabei totsuchen kann. Das ist wie die Suche nach der Brille, die man für kurze Zeit verlegt hat. Man sucht an den Stellen, an denen man schon war und wundert sowie ärgert man sich, warum man nicht das findet wonach man sucht. So kam ich auf die Idee, einen Trip nach Amsterdam zu organisieren. Zwar war ich da schon in der sechsten Klasse, doch der Kurzbesuch im Anne-Frank-Haus hinterließ mir einen sehr negatives Bild von der Stadt. Als wenn man in den Park geht, sich schnell auf eine alte, verottete Bank setzt und wieder abdüst. Nichts vom Park gesehen und dreckige Klamotten. Nach allerlei Schwierigkeiten mit der Fahrtorganisation und Hotelbuchung ging es dann mit dem Auto früh morgens Richtung Amsterdam. Das Schneckenrennen auf den Straßen Niederlandes möchte ich gar nicht erwähnen, man kann echt froh sein, dass auf deutschen Straßen keine Geschwindigkeitsbegrenzungen vorherrschen. Da wunderts einen nicht, dass nur Schweine auf 4 Rädern auf den Straßen rumtuckern. Nun gut, angekommen im Hotel werden die Sachen schnell zur Seite gelegt, frisch gemacht und losgewandert. Jawohl losgewandert! Am Ende des Tages hatten wir mit Sicherheit um die 25 Kilometer auf den Buckel. Das anschließende Bad war wohlverdient! Unsere Ziele für heute waren: Museumsplatz, Innenstadt, Chinatown und Red Light District, in dieser Reihenfolge. Kamera in der Hosentasche und los ging es. Am Museumplatz angekommen überlegten wir uns eines der Museen zu besichtigen. Modern art, oder doch eher dieser Van Gogh, soll ein krasser Typ gewesen sein. Wir beider, keine sonderlichen Kunstliebhaber, erschraken mehr oder weniger von den geforderten Preisen. Einstimmig war klar, dass wir das Geld eher für essen auf den Kopf hauen, als mit unserem professionell gebildeten Kunstverstand die Gemälde anzustarren. Ich hab mich mit vollem Ernst gefragt, an was die Liebhaber denken, wenn sie vor so einem Gemälde stehen. Was für Gefühle sie in dem Moment wohl fühlen? Das wäre mal interessant zu erfahren, falls ich mal einem begegnen werde. Irgendein Antrieb muss ja schließlich dahinterstecken. Bei 35-40 Grad in der Sonne ging es durch die mit Toursiten vollbepackte Plätzen und Straßen, auf der Suche nach interessanter Architektur, Hallen und Plätzen. Die Suche nach essbarem ließ sich nicht lange auf sich Warten und nach guten 2 Stunden durch die Grachten Amsterdams wurden wir in einem kleinen Lokal fündig, der vor allem belegte Brote anbot. Die Portion war eher was für eine Zwischenmahlzeit, aber der Geschmack sehr einzigartig. Knuspriges Brot, belegt mit einem Art Rinderfilet (oder Schinken?) und Mayonaisse als Soße, kombiniert mit meinem eigentlich verhassten Roculakraut brachte nicht nur das Bild auf der Kamera zum schmelzen. Diese Kombination aus Brot, Fleisch und Kraut habe ich in Deutschland noch nicht gefunden und mein frisch gefasteter Magen war seehr erfreut über diese Zusammensatzung und Idee der Speisen. Ausgeruht und fit ging es weiter Richtung Shoppingmeile und Hauptbahnhof, mit der Hoffnung am Hafen etwas Abkühlung zu finden. Spätesten hier habe ich mich gewundert, wo all die Afroholländer (nennt man sie so?) sind. Nur Touristen und Alte aus aller Welt, aber die vielumschriebene Reihenfolge der Menschen, die man trifft (Aisate, Afrikaner, Weißer), war nicht viel von zu erkennen. Vielleicht lag es auch daran, dass wir nur an den touristischen Straßen entlangliefen. Noch habe ich viel von dem Weed gesehen und gerochen, obwohl der hier vor allem in Amsterdam seine Blüte hat. Es ist mir noch kein Coffeshop über den Weg gelaufen und keiner hat mir etwas andrehen wollen. Komisch... Nach dem hin und her am Hauptbahnhof ging es dann in den Westen Amsterdams. Als wenn genau dann das Gras anängt zu erwachen und mir hinterzuschleichen. Einer mehr stoned als der andere, ein Bong größer als der andere und ein Coffeeshop geheimnisvoller als der andere....

30.7.14 00:46

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