Äußerer Zwang/Innerer Zwang? Routine!!

"Aller Anfang ist schwer." Ein kurzes, knappes Zitat, dass jeder in seinem Leben schonmal gehört hatte und bei dem die meisten ihre Bedeutung für nichtig halten.
Mir ist heute jedoch bewusst geworden, wie diese einfachen Sachen gravierendes und wahres aussagen. Seit ca anderthalb Jahren trainiere ich hin und wieder und musste mich jedesmal von außen motivieren, es durchzuziehen. Diesen inneren Schweinehund halt, der sich jeden Tag wieder im Gehirn breitmacht und deinen Zielen im Weg steht. Seit ca 3 Wochen zwinge ich mich jeden Tag zu trainieren und es war für mich war eigentlich klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann das Vorhaben scheitert.
Gestern nahm ich mir vor heute zu pausieren und mir einen entspannten Tag machen. Doch nach dem Frühstück schaltete mein Körper und mein Kopf auf Autopilot und ohne das ich es bemerkte, hatte ich meine Trainingsklamotten schon an und sagte mir: "Ach, bisschen entspannt 6 km laufen, ist doch trotz trainingsfreiem Tag drin."
Um Socken zu holen, schlenderte ich langsam in das Zimmer meine Bruders und sah die Gewichte, die unten abgebildet sind (jeweils 2,5kg)



"Challenge accepted" - Gewichte umgebunden und auf zum laufen gemacht. Nach den ersten Kilometern zitterten schon die ersten Muskelpartien und das war ein regelrechter Kampf, den ich nur nicht aufgeben durfte. Mir tut während dem Schreiben mein Bizeps so sehr weh, das ich alle 2 Sätze mit dem Tippen pausieren muss...

Anscheinend ist es zu einem inneren Zwang, womoglich eine Routine geworden, jeden Tag zu trainieren. So wird keine Willenskraft für die Motivation verbraucht werden und die Dinge stellen sich von selbst ein. Ob dieses Phänomen auch bei anderen konstruktiven Verhaltensweisen sich einstellen wird, kann ich noch nicht sagen, aber im Hinblick auf das Training ist der schwere Part geschafft und jetzt hoffe ich, wird es von selbst laufen. Aller Anfang ist schwer, doch mit Wille und Motivation lohnt sich der ganze Aufwand.

4.9.14 23:43, kommentieren

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Welcome to forever

Die Inspiration dieses Blogs beruht auf einem Foto eines Freundes, welches er bei Facebook gepostet hat:



Er hat auf seinem Unterarm "Welcome to forever" stehen. Dieses Zitat stammt von einem gemeinsamen Freund, der sich vor einigen Monaten das Leben genommen hat. Einer der liebsten Menschen, die ich kennenlernen durfte. Mittlerweile bin ich langsam drüber hinweg, habe es akzeptiert und bin nur noch selten traurig über diese unsinnige Aktion. Aber darüber soll es hier nicht gehen. Das Leben geht weiter und ohne, dass man es merkt rast es an einem vorbei. Wochen, Monate vergehen. Auf seiner Beerdigung gab ich ihm ein Versprechen, dass jedoch nach der Zeit aus dem Gedächtnis verblasst. Ein einst so wichtiges Versprechen, dass unter allen Umständen gehalten werden muss, hat nach einer Zeit nicht mal mehr den Stellenwert einer verdorbenen Milch im Kühlschrank. Von Zeit zu Zeit haucht der Wind diese Erinnerung wieder in das Bewusstsein... Und schwindet nach der nächsten Fernsehsendung. Nach dem Bild des Tattoos bin ich der Überzeugung, dass dies genau die Lösung meines Problems sein kann. Das Zitat soll an die Versprechen erinnern. Täglich, bei jeden Blick in den Spiegel. Es soll ganz und gar nicht an den Freund erinnern, sondern an die Dinge, die ich durch ihn, seinen Selbstmord gelernt habe. Nach vorne schauen wäre eher die zutreffende Devise. Viele denken, es ist einfach gesagt, doch so ist manchmal das Leben. Es ist wie ein Überraschungsei, mal freust du dich über den Inhalt, mal enttäuscht es dich.
Einfache, kurze und präzise Sätze haben für mich einen größeren Einfluss, als wenn ich Artikel, Bücher und Romane über das Thema lese. Während ich diese Zeilen schreibe, fühle ich mich jedoch sehr... komisch. Ich finde grad einfach kein zutreffenderes Wort. Es ist keine Traurigkeit mehr, die mich durchdringt, sondern eine Art Motivation, in diesem Leben Großes zu erreichen, meine Ziele zu greifen und dann irgendwann mal zufrieden das Moos von unten zu sehen. Obwohl ich kein großer Fan von Tattoos bin, hätte dieses eine wirklich große Bedeutung für mich, das lebenlang halten soll.
Somit habe ich heut' wohl den Entschluss gefasst, meinem tätowierten Freund nachzumachen und mir eins in anderer Form stechen zu lassen. Gute Nacht thescientist

4.9.14 00:52, kommentieren